Kalibrierung

Beim Erfassen von Energieströmen kommt es auf Präzision an. Man unterscheidet bei der Messtechnik zwischen Eichung und Kalibrierung. Oft werden diese Begriffe jedoch durcheinandergeworfen. Worin besteht der Unterschied? Wer muss seine Messgeräte eichen lassen und wo reicht die Kalibrierung aus?

Die Bedeutung der Eichpflicht in der Messtechnik

Für eine Reihe von Messtechnik besteht von staatlicherseits die Eichpflicht. Das heißt, die Messgeräte dürfen nur benutzt werden, wenn diese von einer staatlich anerkannten Prüfstelle zuvor geeicht wurden. In diese Kategorie fallen etwa Wasserzähler, Waagen im Handel, Zapfsäulen an Tankstellen, Radarmessgeräte oder Messgeräte für Kfz-Emissionen. Die Eichpflicht dient dem  Verbraucherschutz und sorgt dafür, dass in bestimmten Bereichen auf die Messergebnisse Verlass ist.

Um ein eichpflichtiges Produkt auf den Markt zu bringen, muss der Hersteller eine Bauartzulassung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) beantragen. Dabei wird ein Mustergerät stellvertretend für die Bauart überprüft. Ist das überprüfte Muster von der PTB zugelassen, muss in vielen Fällen jedes einzelne Gerät geeicht werden, das in den Handel geht. In Deutschland geschieht die Eichung der Geräte durch die Eichbehörden der Bundesländer sowie durch staatlich anerkannte Prüfstellen.

Kalibrierung von Messgeräten

Messgeräte ohne Eichpflicht werden kalibriert. Die kalibrierte Messtechnik unterliegt keiner  regelmäßigen Kontrollpflicht. Die Kontrolle erfolgt dennoch durch festgelegte Prüfkriterien akkreditierter Laboratorien. Die Dokumentation dient der internationalen Vergleichbarkeit von Messergebnissen.

Damit wird es beispielsweise für Hersteller leichter, ihre Produkte international kompatibler zu fertigen und somit besser vertreiben zu können. Zusätzlich können rechtliche Verpflichtungen zwischen Hersteller und Käufer, etwa die Garantie über eine bestimme Produktqualität, besser gewährleistet werden.

Was gilt es bei den verschiedenen Medienzählern zu beachten?

Elektrizitätszähler

Bestehen der Eichpflicht
Messgeräte zur Bestimmung der elektrischen Energie oder der elektrischen Leistung müssen geeicht sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr verwendet oder bereit gehalten werden. Davon betroffen sind nicht nur Elektrizitätszähler der Energiewirtschaft, sondern auch solche, über die als Zwischen-, Unter-, Campingzähler usw. Energie gegen Entgelt zwischen zwei Vertragspartnern (z. B. zwischen Mieter und Vermieter) abgerechnet wird.

Eichung
Die Eichung der Messgeräte erfolgt durch die Eichbehörden der Bundesländer und staatlich anerkannten Prüfstellen.

Kennzeichnung der Messgeräte
Die Elektrizitätszähler werden von der Eichbehörde oder den staatlich anerkannten Prüfstellen durch den so genannten Hauptstempel als geeicht gekennzeichnet. Durch die zweistellige Jahresbezeichnung im Hauptstempel wird das Jahr der Eichung gekennzeichnet. Die Stempelzeichen können sowohl auf Plomben als auch auf gelben rechteckigen Klebemarken am Messgerät angebracht sein.

Eichfähigkeit der Elektrizitätszähler
Messgeräte, die geeicht werden sollen, müssen zur Eichung zugelassen sein. Merkmal der Bauartzulassung ist das auf dem Messgerät angebrachte Zulassungszeichen, in dem die spezifischen Kennnummern eingetragen sein müssen.

Eichgültigkeit
Die Eichung gilt nicht unbegrenzt. Gemäß der Eichordnung Teil 4 §12 Anhang B, zuletzt geändert durch die Dritte Verordnung zur Änderung der Eichordnung vom 18. August 2000 sind derzeit folgende Gültigkeitsdauern der Eichung festgelegt:

  • 16 Jahre für direktmessende Einphasen- und Mehrphasen-Wechselstromzähler mit Induktionsmesswerk einschließlich Doppeltarifzähler
  • 12 Jahre für Einphasen- und Mehrphasen-Wechselstromzähler mit Induktionsmesswerk als Messwandlerzähler
  • 8 Jahre für Einphasen- und Mehrphasen-Wechselstromzähler mit elektronischem Messwerk für direkten Anschluss und Anschluss an Messwandler

Vorzeitig erlischt die Gültigkeit der Eichung, wenn das Messgerät nach der Eichung die Verkehrsfehlergrenzen nicht einhält oder wenn die Stempelzeichen verletzt bzw. beschädigt sind.

Eichfehlergrenzen
Die Eichfehlergrenzen bei Elektrizitätszählern sind für die durchzuführenden Prüfpunkte der Eichung festgelegt. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Fehlergrenzen einiger Prüfpunkte:

Eichtechnischer Prüfpunkt Direkt messender Zähler Wandlerzähler
5% von In +/- 4,0 %  +/- 2,5 %
10 % von In +/- 3,0 % +/- 2,0 %
100 % von In +/- 3,0 % +/- 2,0 %

 

Sobald die Zähler in Verwendung sind gelten die Verkehrsfehlergrenzen. Diese betragen das Doppelte der Eichfehlergrenzen.

Europäische Messgeräte Richtlinie MID
Die Europäische Messgeräte Richtlinie MID, die zum 30. Oktober 2006 in allen Mitgliedsstaaten der EU in Kraft getreten ist, ersetzt die innerstaatliche Zulassung und Eichung von verschiedenen, festgelegten Messgerätearten (Elektrizität-, Wasser-, Wärme und Gas-Zähler, etc.). Die MID regelt nur das Inverkehrbringen von Messgeräten. Für Abrechnungszwecke müssen die Zähler konformitätsbewertet sein. Es gilt, wie bisher, das innerstaatliche Eichrecht.

Konformitätsbewertung
Die Konformitätsbewertung (früher Ersteichung) erfolgt durch zertifizierte und ständig überwachte Produktionsabläufe. Nach dem Inverkehrbringen gilt, wie bisher, nationales Recht (Eichordnung).

Kennzeichnung der Messgeräte
Messgeräte, die der MID entsprechen, erhalten ein MID-Konformitätskennzeichen.

Dieses besteht aus:

CE-Zeichen

  • CE-Zeichen
  • Metrologiezeichen M
  • Jahreszahl der Konformitätsbewertung
  • Nummer der benannten Stelle

Diese Kennzeichnung ist auf dem Typenschild des Messgerätes angebracht.

Wichtiger Hinweis!
Alle bisher zugelassenen Messgeräte können auch weiterhin geeicht und somit für Verrechnungszwecke eingesetzt werden.

Gaszähler

Bestehen der Eichpflicht
Messgeräte zur Bestimmung des Volumens von Gas müssen geeicht sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr verwendet oder zur Verwendung bereitgehalten werden. Davon betroffen sind nicht nur Gaszähler der Versorgungswirtschaft, sondern auch solche, über die als Verteil- oder Unterzähler Gas gegen Entgelt zwischen zwei Vertragspartnern (z.B. zwischen Mieter und Vermieter) abgerechnet wird.

Weiterführende Informationen zum gesetzlichen Messwesen erhalten Sie auf den Internetseiten der PTB.

Eichung
Die Eichung der Messgeräte erfolgt durch die Eichbehörden der Bundesländer und staatlich anerkannten Prüfstellen.

Kennzeichnung der Messgeräte
Die Gaszähler werden von der Eichbehörde oder den staatlich anerkannten Prüfstellen durch den sogenannten Hauptstempel als geeicht gekennzeichnet. Durch die zweistellige Jahresbezeichnung im Hauptstempel wird das Jahr der Eichung gekennzeichnet. Die Stempelzeichen können sowohl auf Plomben als auch auf gelben rechteckigen Klebemarken am Messgerät angebracht sein.

Eichfähigkeit der Gaszähler
Messgeräte, die geeicht werden sollen, müssen zur Eichung zugelassen sein. Merkmal der Bauartzulassung ist das auf dem Messgerät angebrachte Zulassungszeichen, in dem die spezifischen Kennnummern eingetragen sein müssen. Weiterführende Informationen zu den Bauartzulassungen erhalten Sie auf den Internetseiten der PTB.

Eichgültigkeit
Die Eichung gilt nicht unbegrenzt. Gemäß der Eichordnung Teil 4 §12 Anhang B, zuletzt geändert durch die Dritte Verordnung zur Änderung der Eichordnung vom 18. August 2000 ist derzeit folgende Gültigkeitsdauer der Eichung festgelegt:

  • 8 Jahre für Balgengaszähler der Größen G2,5 – G6. Die Gültigkeit kann durch ein Stichprobenverfahren um 4 Jahre verlängert worden.
  • 12 Jahre für Balgengaszähler der Größe G10
  • 16 Jahre für Balgengaszähler der Größe NB 20 bis NB 1000 oder G16 bis G1000

Vorzeitig erlischt die Gültigkeit der Eichung, wenn das Messgerät nach der Eichung die Verkehrsfehlergrenzen nicht einhält oder wenn die Stempelzeichen verletzt bzw. beschädigt sind.

Eichgebühren
Die Festsetzung der Eichgebühren ist in der Eichkostenverordnung festgeschrieben. Unter der folgenden Adresse können Sie die Veröffentlichten Eichgebühren im Bundesgesetzblatt einsehen.

Europäische Messgeräte Richtlinie MID
Die Europäische Messgeräte Richtlinie MID, die zum 30. Oktober 2006 in allen Mitgliedsstaaten der EU in Kraft getreten ist, ersetzt die innerstaatliche Zulassung und Eichung von verschiedenen, festgelegten Messgerätearten (Elektrizität-, Wasser-, Wärme und Gas-Zähler, etc.). Die MID regelt nur das Inverkehrbringen von Messgeräten. Für Abrechnungszwecke müssen die Zähler konformitätsbewertet sein. Es gilt, wie bisher, das innerstaatliche Eichrecht.

Konformitätsbewertung
Die Konformitätsbewertung (früher Ersteichung) erfolgt durch zertifizierte und ständig überwachte Produktionsablaufe. Nach dem Inverkehrbringen gilt, wie bisher, nationales Recht (Eichordnung).

Kennzeichnung der Messgeräte
Messgeräte, die der MID entsprechen, erhalten ein MID-Konformitätskennzeichen. Dieses besteht aus:

CE-Gas

  • CE-Zeichen
  • Metrologiezeichen M
  • Jahreszahl der Konformitätsbewertung
  • Nummer der benannten Stelle

Diese Kennzeichnung ist auf dem Typenschild des Messgerätes angebracht.

Wichtiger Hinweis!
Alle bisher zugelassenen Messgeräte können auch weiterhin geeicht und somit für Verrechnungszwecke eingesetzt werden.

Wasserzähler

Bestehen der Eichpflicht
Messgeräte zur Bestimmung des Volumens von Flüssigkeiten müssen geeicht sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr verwendet oder zur Verwendung bereitgehalten werden. Davon betroffen sind nicht nur Wasserzähler der Versorgungswirtschaft, sondern auch solche, über die als Zwischen-, Unter-, Camping usw. Wasser gegen Entgelt zwischen zwei Vertragspartnern (z. B. zwischen Mieter und Vermieter) abgerechnet wird. Weiterführende Informationen zum gesetzlichen Messwesen erhalten Sie auf den Internetseiten der PTB.

Eichung
Die Eichung der Messgeräte erfolgt durch die Eichbehörden der Bundesländer und staatlich anerkannten Prüfstellen.

Kennzeichnung der Messgeräte
Die Wasserzähler werden von der Eichbehörde oder den staatlich anerkannten Prüfstellen durch den sogenannten Hauptstempel als geeicht gekennzeichnet. Durch die zweistellige Jahresbezeichnung im Hauptstempel wird das Jahr der Eichung gekennzeichnet. Die Stempelzeichen können sowohl auf Plomben als auch auf gelben rechteckigen Klebemarken am Messgerät angebracht sein.

Eichfähigkeit der Wasserzähler
Messgeräte, die geeicht werden sollen, müssen zur Eichung zugelassen sein. Merkmal der Bauartzulassung ist das auf dem Messgerät angebrachte Zulassungszeichen, in dem die spezifischen Kennnummern eingetragen sein müssen. Weiterführende Informationen zu den Bauartzulassungen erhalten Sie auf den Internetseiten der PTB.

Eichgültigkeit
Die Eichung gilt nicht unbegrenzt. Gemäß der Eichordnung Teil 4 §12 Anhang B, zuletzt geändert durch die Dritte Verordnung zur Änderung der Eichordnung vom 18. August 2000 sind derzeit folgende Gültigkeitsdauern der Eichung festgelegt:

  • 6 Jahre für Volumenzähler für Kaltwasser
  • 5 Jahre für Volumenzähler für Warmwasser

Vorzeitig erlischt die Gültigkeit der Eichung, wenn das Messgerät nach der Eichung die Verkehrsfehlergrenzen nicht einhält oder wenn die Stempelzeichen verletzt bzw. beschädigt sind.

Eichgebühren
Die Festsetzung der Eichgebühren ist in der Eich- und Beglaubigungskostenverordnung festgeschrieben. Unter der folgenden Adresse können Sie die Veröffentlichten Eichgebühren im Bundesgesetzblatt einsehen.

Europäische Messgeräte Richtlinie MID
Die Europäische Messgeräte Richtlinie MID, die zum 30. Oktober 2006 in allen Mitgliedsstaaten der EU in Kraft getreten ist, ersetzt die innerstaatliche Zulassung und Eichung von verschiedenen, festgelegten Messgerätearten (Elektrizität-, Wasser-, Wärme und Gas-Zähler, etc.). Die MID regelt nur das Inverkehrbringen von Messgeräten. Für Abrechnungszwecke müssen die Zähler konformitätsbewertet sein. Es gilt, wie bisher, das innerstaatliche Eichrecht.

Konformitätsbewertung
Die Konformitätsbewertung (früher Ersteichung) erfolgt durch zertifizierte und ständig überwachte Produktionsablaufe. Nach dem Inverkehrbringen gilt, wie bisher, nationales Recht (Eichordnung).

Kennzeichnung der Messgeräte
Messgeräte, die der MID entsprechen, erhalten ein MID-Konformitätskennzeichen. Dieses besteht aus:

CE-Wasser

Kennzeichnung der Messgeräte
Messgeräte, die der MID entsprechen, erhalten ein MID-Konformitätskennzeichen. Dieses besteht aus:

  • CE-Zeichen
  • Meterologiezeichen M
  • Jahreszahl der Konformitätsbewertung
  • Nummer der benannten Stelle

Diese Kennzeichnung ist auf dem Leistungsschild des Messgerätes angebracht. Leistungsschild oder Typenschild?

Wichtiger Hinweis!
Alle bisher zugelassenen Messgeräte können auch weiterhin geeicht und somit für Verrechnungszwecke eingesetzt werden.

Wasserzähler nach MID
Die Umstellung der Wasserzähler auf MID wird in den nächsten Jahren (spätestens bis 2016) sukzessiv erfolgen.

Die Definition der Durchflussgrößen und deren Verhältnis zueinander ändern sich maßgeblich:
Q1 (kleinster Durchfluss) ersetzt die bisherige Bezeichnung Qmin
Q2 (Übergangsdurchfluss) ersetzt die bisherige Bezeichnung Qt
Q3 (Dauerdurchfluss) ersetzt die bisherige Bezeichnung Qn
Q4 (Überlastungsdurchfluss) ersetzt die bisherige Bezeichnung Qmax
R (Messbereich) ersetzt die bisherige Bezeichnung der metrologischen Klassen

Beispiel:
Ein bisheriger Nassläufer-Zähler Qn 2,5 Klasse B wird künftig folgende Leistungsdaten haben:
Q1 = 50 l/h
Q2 = 40 l/h
Q3 = 4 m3/h
Q4 = 5 m3/h
Messbereich Q3/Q1 = R = 80

Es wird also deklariert sein als Q3 4, R 80.

Unter MID erklärt der Hersteller in eigener Verantwortung die Konformität durch Anbringung des entsprechenden CE-Kennzeichens und der Metrologie-Kennzeichnung. Die MID-Konformitätserklärung tritt anstelle der bisherigen EWG-Ersteichung.

Wärmezähler

Bestehen der Eichpflicht
Messgeräte zur Bestimmung der thermischen Energie oder Leistung müssen geeicht sein, wenn sie im geschäftlichen Verkehr verwendet oder zur Verwendung bereitgehalten werden. Davon betroffen sind nicht nur Wärmezähler der Versorgungswirtschaft, sondern auch solche, über die als Verteil- oder Unterzähler thermische Energie gegen Entgelt zwischen zwei Vertragspartnern (z. B. zwischen Mieter und Vermieter) abgerechnet wird. Weiterführende Informationen zum gesetzlichen Messwesen erhalten Sie auf den Internetseiten der PTB.

Eichung
Die Eichung der Messgeräte erfolgt durch die Eichbehörden der Bundesländer und staatlich anerkannten Prüfstellen.

Kennzeichnung der Messgeräte
Die Wärmezähler werden von der Eichbehörde oder den staatlich anerkannten Prüfstellen durch den sogenannten Hauptstempel als geeicht gekennzeichnet. Durch die zweistellige Jahresbezeichnung im Hauptstempel wird das Jahr der Eichung gekennzeichnet. Die Stempelzeichen können sowohl auf Plomben als auch auf gelben rechteckigen Klebemarken am Messgerät angebracht sein.

Eichfähigkeit der Wärmezähler
Messgeräte, die geeicht werden sollen, müssen zur Eichung zugelassen sein. Merkmal der Bauartzulassung ist das auf dem Messgerät angebrachte Zulassungszeichen, in dem die spezifischen Kennnummern eingetragen sein müssen. Weiterführende Informationen zu den Bauartzulassungen erhalten Sie auf den Internetseiten der PTB.

Eichgültigkeit
Die Eichung gilt nicht unbegrenzt. Gemäß der Eichordnung Teil 4 §12 Anhang B, zuletzt geändert durch die Dritte Verordnung zur Änderung der Eichordnung vom 18. August 2000 ist derzeit folgende Gültigkeitsdauer der Eichung festgelegt:

  • 5 Jahre für Wärmezähler

Vorzeitig erlischt die Gültigkeit der Eichung, wenn das Messgerät nach der Eichung die Verkehrsfehlergrenzen nicht einhält oder wenn die Stempelzeichen verletzt bzw. beschädigt sind.

Eichgebühren
Die Festsetzung der Eichgebühren ist in der Eich- und Beglaubigungskostenverordnung festgeschrieben. Unter der Adresse www.bgbl.de können Sie die veröffentlichten Eichgebühren im Bundesgesetzblatt einsehen.

Europäische Messgeräte Richtlinie MID
Die Europäische Messgeräte Richtlinie MID, die zum 30. Oktober 2006 in allen Mitgliedsstaaten der EU in Kraft getreten ist, ersetzt die innerstaatliche Zulassung und Eichung von verschiedenen, festgelegten Messgerätearten (Elektrizität-, Wasser-, Wärme und Gas-Zähler, etc.). Die MID regelt nur das Inverkehrbringen von Messgeräten. Für Abrechnungszwecke müssen die Zähler konformitätsbewertet sein. Es gilt, wie bisher, das innerstaatliche Eichrecht.

Konformitätsbewertung
Die Konformitätsbewertung (früher Ersteichung) erfolgt durch zertifizierte und ständig überwachte Produktionsablaufe. Nach dem Inverkehrbringen gilt, wie bisher, nationales Recht (Eichordnung).

Kennzeichnung der Messgeräte
Messgeräte, die der MID entsprechen, erhalten ein MID-Konformitätskennzeichen. Dieses besteht aus:

CE-Wärmezähler

  • CE-Zeichen
  • Meterologiezeichen M
  • Jahreszahl der Konformitätsbewertung
  • Nummer der benannten Stelle

Diese Kennzeichnung ist auf dem Leistungsschild des Messgerätes angebracht. Leistungsschild oder Typenschild?

Wichtiger Hinweis!
Alle bisher zugelassenen Messgeräte können auch weiterhin geeicht und somit für Verrechnungszwecke eingesetzt werden.